Im wesentlichen gibt es zementierte und zementfreie Prothesen. Diese können mit zementierten/ nicht zementierten Pfannen und zementierten/nicht zementierten Schäften kombiniert werden. Der Trend geht hin zu zementfreien Implantaten. Gründe hierbei sind die Chance Knochensubstanz zu erhalten um einen Zweiteingriff falls nötig möglich zu machen. Gründe sind auch zunehmende Erfahrung und Haltbarkeit auch dieser Modelle da mittlerweile mehr als 10 Jahre nach Erstimplanation vergangen sind. Inzwischen haben zementfreie Prothesenschäfte und moderne zementfreie Pfannen eine längere zumindest vergleichbar lange Haltbarkeit wie frühere zementierte Prothesentypen erreicht.

Diese Verbesserung liegt an der Einführung von neuen Modellen, neuen Materialen, wie Titan und Porzellan aber auch an der Verfeinerung der Operationstechnik. Im Gegensatz zur robotergestützten Operation werden die neuen Modelle gefühlvoll per Hand dem Knochen individuell in allen Richtungen angepasst. Dabei wird darauf geachtet, dass
möglichst viel vom Knochen z.B. der Schenkelhals erhalten bleibt. Alle Muskeln und Muskelansätze sollten bestehen bleiben und nicht durchtrennt werden. Je nach Krankheitsursache können auch sogar Kapselanteile verbleiben. Die Formen der Prothesen paßt sich der Anatomie gut an. Manche Prothesen ersetzen nur die Gelenkoberfläche (Oberflächenersatz, Kappenprothese.) Abb.. Hier besteht das Problem dass deren Haltbarkeit in Diskussion steht und nur wenige Kliniken ausreichend gute Erfahrung haben. Bei sog. Kurzschaftprothesen Abb: ist die Langzeiterfahrung auch kritisch zu sehen. Bei einer speziellen Prothese mit kurzem Schaft wird als Besonderheit der Schenkelhals Abb: erhalten ( C.F.P. von LINK ) und sie passt sich der Form der Knochenstrukturen durch kontinuierliche Kompression dem individuellen Oberschenkelschaft physiologisch an. Dadurch erfolgt eine sanfte, über Jahre unveränderte Krafteinleitung.

Ein hohes Maß an Haltbarkeit und gute Funktion sind dadurch gewährleistet, d. h. es kann sehr früh zunehmend belastet werden. Die gute Haltbarkeit (99%) von nunmehr >10 Jahren beweist die hohe Qualität.Zudem tragen neuere schonende Operationszugänge (möglichst klein und gewebeschonend) zu kosmetisch besseren Ergebnisse. Die kleinen Schnitte bewirken aber auch einen geringeren Blutverlust, weniger Muskeln werden zerstört und das Gewebe kann schonender behandelt werden (minimal–invasiv).

 

Literatur und weitere Informationen:   QS-Daten (http://www.bqs-online.de)